Muskuläre Probleme

Pferde Wiese

Muskelprobleme - wenn Spannung zur Verspannung wird!

Die Muskulatur wird wie alle anderen Organe durch den Stoffwechsel reguliert. Der Muskelstoffwechsel kann ebenso wie andere Stoffwechselwege von internen und externen Faktoren beeinflusst und somit gefördert, aber auch gestört werden. Eine unzureichende Nährstoffversorgung und/oder falsche Beanspruchung, z. B. durch fehlerhaftes Training, kann dem Ziel einer gesunden und gut arbeitenden Muskulatur dabei ebenso im Wege stehen, wie physiologische oder pathologische Faktoren.

Die Formen der Muskelprobleme sind weitreichend, die Palette reicht von Übersäuerung und Kreuzverschlag, über Shivering bis hin zu unterschiedlichen, genetisch bedingten Myopathien. Gemein haben all diese Muskelprobleme den Leistungsabfall oder gar die Untauglichkeit als Reitpferd und das eingeschränkte Wohlbefinden des Pferdes.

Muskelaufbau

Übersäuerung der Muskel

Pferd Muskeln

Verspannte Muskulatur, steifer Gang, Leistungsabfall und mangelnder Vorwärtsdrang – wenn die Muskeln sauer werden.

Der Muskel übersäuert, wenn dauerhaft zu viel Laktat (Salz der Milchsäure) gebildet wird. Überwiegt die Laktatbildung, kommt es zur Verschiebung des Säure-Basenverhältnisses in der Muskulatur und Verspannungen, Muskelkater und verlängerte Regenerationsphasen bzw. mangelnde Trainingseffekte sind die Folge. Eine unzureichende Versorgung mit Mikronährstoffen und unangepasst heftiges Training kann zur Übersäuerung der Muskulatur durch Laktat führen. Eine Übersäuerung wird im Blutbild durch erhöhte Werte der Laktatdehydrogenase (LDH) und Creatinkinase (CK) angezeigt. Um hier entgegenzusteuern, ist eine adäquate Versorgung mit Mikronährstoffen, allen voran essenzielle Spurenelemente und Antioxidantien, wichtig.

Was hilft gegen Übersäuerung

Beim Shivering handelt es sich um eine eher seltene Erkrankung, die mittlerweile jedoch immer häufiger diagnostiziert wird. Das Shivering äußert sich wie Muskelzittern bzw. -spasmen, Muskelverspannungen, ruckartigen Bewegungsabläufen und teilweise Koordinationsschwierigkeiten in der Bewegungsabfolge (z. B. beim Rückwärtsrichten). Meist sind hochgewachsene, schlaksige Sportpferde betroffen. Ein Überbeanspruchen der Muskulatur beim Training verschärft die Problematik. Zudem tritt Shivering häufig in Verbindung mit „PSSM 2“ auf. Pferde, die an Shivering leiden profitieren von einer bewusst hohen Supplementierung mit Mikronährstoffen. Neben den essenziellen Spurenelementen sind Antioxidantien wie Vitamine E und Selen für den Zellschutz sowie B-Vitamine zur Unterstützung der Nervenzellen besonders wichtig. Des Weiteren sind die Haltungsbedingungen hinsichtlich Bewegungsmöglichkeit und Platzangebot zu optimieren und Stress in jeglicher Form zu vermeiden.

Shivering

Beim Shivering handelt es sich um eine eher seltene Erkrankung, die mittlerweile jedoch immer häufiger diagnostiziert wird. Das Shivering äußert sich wie Muskelzittern bzw. -spasmen, Muskelverspannungen, ruckartigen Bewegungsabläufen und teilweise Koordinationsschwierigkeiten in der Bewegungsabfolge (z. B. beim Rückwärtsrichten). Meist sind hochgewachsene, schlaksige Sportpferde betroffen. Ein Überbeanspruchen der Muskulatur beim Training verschärft die Problematik. Zudem tritt Shivering häufig in Verbindung mit „PSSM 2“ auf. Pferde, die an Shivering leiden profitieren von einer bewusst hohen Supplementierung mit Mikronährstoffen. Neben den essenziellen Spurenelementen sind Antioxidantien wie Vitamine E und Selen für den Zellschutz sowie B-Vitamine zur Unterstützung der Nervenzellen besonders wichtig. Des Weiteren sind die Haltungsbedingungen hinsichtlich Bewegungsmöglichkeit und Platzangebot zu optimieren und Stress in jeglicher Form zu vermeiden.

shivering

Kreuzverschlag

kreuzverschlag

Der Kreuzverschlag, beschreibt zunächst einmal eine Kombination von Symptomen. Plötzliche, schmerzhafte Versteifung der Muskulatur, starkes Schwitzen, sägebockartige Stellung, Bewegungsunfähigkeit und im schlimmsten Fall bräunliche Verfärbung des Urins. Grund ist der je nach Intensität des Kreuzverschlags drastisch vermehrte Zerfall von Muskelfasern.

Die Symptome sind immer ähnlich, aber die Ursachen sind unterschiedlich. Beim klassischen akut auftretenden Kreuzverschlag SER sind meist zu hohe Kraftfuttermengen bzw. zu viel Stärke und Zucker bei gleichzeitig zu wenig Bewegung oder gar Stehtagen die Ursache. Hierbei wird zu viel Glykogen in die Muskulatur eingelagert, ohne entsprechend verbraucht zu werden, was wiederum mittelbar zum Kreuzverschlag führen kann.

Außer SER gibt es noch weitere Ursachen, die zu Kreuzverschlag führen. Das wiederkehrende und eher schleichend verlaufende RER wird meist mit „PSSM 2“ assoziiert. Hier spielen vor allem das richtige Fütterungsmanagement, Training und die Vermeidung von Stress eine entscheidende Rolle.

Grundsätzlich ist bei RER und SER auf Stärke und Zucker reduzierte Produkte mit hoher Mikronährstoffdichte zu achten. Besonders hervorzuheben sind hier die Spurenelemente, essenziellen Aminosäuren sowie Antioxidantien für den Zellschutz (Vitamin E + C).

Futterempfehlung

Basis für die oben genannten Probleme wäre eine getreidefreie Fütterung.

Folgende Produkte finden Sie bei uns im Shop
z.B.
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Supplemente: Vitamin E & Selen, Mangan, Magnesium

Equine Myopathien – PSSM 1 und PSSM 2

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