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Erste Hilfe bei Hufrehe

Besondere Vorsicht beim Anweiden !


Was ist Hufrehe eigentlich ?

Die Hufrehe ist eine Entzündung der Huflederhaut. Die Erkrankung ist für das Pferd sehr schmerzhaft und aus diesem Grund ein NOTFALL, welcher umgehend behandelt werden muss !

In den meisten Fällen ist der vordere Teil des Hufes von der Entzündung betroffen. Der betroffene Bereich um die Huflederhaut schwillt an, da die umgebende Hufkapsel jedoch nicht nachgeben kann, tritt ein starker Schmerz auf.
Ist die Entzündung der Huflederhaut sehr ausgeprägt kann es auch zu einer daraus resultierenden Rotation des Hufbeines kommen. In schlimmen und sehr weit fortgeschrittenen Fällen kann es sogar zu dem Durchbruch der Hufbeinspitze oder gar zum sogenannten ‘Ausschuhen’ kommen.

Um einen ausgeprägten Verlauf der Erkrankung möglichst zu verhindern, ist es wichtig, die Anzeichen einer Hufrehe frühzeitig zu erkennen.

Mögliche Symptome einer Hufrehe können sein:

– häufiges Anheben und Abstellen einzelner Hufe
– Trachtenfußung (das Pferd tritt hier vermehrt mit dem hinten Teil des Hufes auf)
– Unwilligkeiten beim Hufe auskratzen
– Wiedersetzlichkeiten beim Schmied
– klammer Gang, vor allem auf hartem Boden und in engen Wendungen
– mögliche Pulsation in der Fesselbeuge der betroffenen Hufe
– betroffene Hufe sind oftmals etwas wärmer als normal

Mögliche Ursachen und Formen der Hufrehe:

Hufrehe kann vielseitige Ursachen und Formen haben. Dicke Pferde und Ponys sind hierbei häufiger betroffen. Aber auch stoffwechselgestörte Pferde (EMS, Cushing) sind anfälliger.

Der häufigste Auslöser der Erkrankung ist eine fehlerhafte Fütterung (Fütterungsrehe), durch z.B. Überfütterung, einem aus den Fugen geratenen Insulinstoffwechselns, einem zu hohen Anteil an Kohlenhydraten im Futter oder zu viel frisches Gras mit einem hohen Fruktan-Anteil.

Auch Giftpflanzen im Futter oder auf der Weide können eine Hufrehe auslösen (Vergiftungsrehe).

Eine starke Überdosierung von Selen (Selenvergiftung) kann ebenfalls zu schweren Hufreheverläufen führen! Daher raten wir dazu, nur bei einem eindeutigen Mangel, dargestellt durch ein Blutbild, Selen zu zu füttern.

Eine weitere Ursache kann die Überbelastung des Hufes sein, welches zu einer mechanischen Hufrehe, oder umgangssprachlich, zu einer Überlastungsrehe führen kann.

Zudem kann eine Überdosierung mancher Medikamente (z.B. Kortison) zu einer Hufrehe führen (Medikamentenrehe).

Des weiteren ist besonders bei tragenden Stuten und zu dieser Jahreszeit oberste Vorsicht geboten, da es auch die Form einer Geburtsrehe.
Eine Geburtsrehe kann durch Verbleiben von Kleinstteilen der Nachgeburt in der Gebärmutter entstehen. Hierbei kommt es zu einer bakteriellen Zersetzung und der Aufnahme von Endotoxinen in die Blutbahn. Nach der Geburt ist es deshalb wichtig, die Plazenta auf dem Boden auszubreiten und auf ihre Vollständigkeit zu überprüfen. Bleiben auch nur kleinste Reste in der Gebärmutter, können diese zu einer bakteriellen Vergiftung führen, die in den Blutkreislauf gelangt und so Blutgefäße der Huflederhaut schädigt.
Auch eine Schleimhautentzündung der Gebärmutter kann eine Geburtsrehe nach sich ziehen.

Eine Behandlung der Hufrehe ist ausschließlich durch den Tierarzt in Zusammenarbeit mit dem Hufschmied möglich.
Eine Röntgenaufnahme gibt hier am sichersten Aufschluss über die Situation und wie weit fortgeschritten die Hufrehe eventuell ist.

Fütterung bei Hufrehe:

Unabhängig von der Ursache, sollten Pferde im akuten Hufreheschub nur Heu, gegebenenfalls ergänzt durch Stroh, und ein entsprechendes Mineralfutter zu fressen bekommen.
Bei der stoffwechselbedingten Hufrehe spielt die Fütterung aber auch nach Abklingen der Huflederhautentzündung eine große Rolle, denn bei einer Insulinresistenz sollte man einen stark schwankenden Blutzuckerspiegel unbedingt vermeiden. Zu dicke Pferde müssen außerdem unbedingt abnehmen – und da Bewegung in der ersten Zeit nicht ausreichend möglich ist, muss man hier leider auf eine strenge Diät setzen.

Um den Kohlenhydratstoffwechsel zu entlasten und um eine Nährstoff- und Mineralstoffversorgung auch bei knapper Kraftfutterration oder gar reiner Raufutterration zu gewährleisten (besonders wichtig bei adipösen Pferden und Ponys die besonders gefährdet sind oder deren Kraftfutter besonders streng rationiert werden muss), eignet sich hier vor allem das St. Hippolyt Glucogard.
Dieses unterstützt ebenfalls den Insulinstoffwechsel, wodurch akute Phasen der Hufrehe abgeschwächt und der Verlauf gemildert werden kann.

Die ‘Erste-Hilfe’ Maßnahmen bei Hufrehe folgen separat im nächsten Post!

Gerne stehen wir für eine persönliche und individuelle Futterberatung zur Verfügung.

Tel. 06642 40 66 97 1
Email:

Euer FeedmyHorse Team  

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